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4/4-Schichtmodell: Stunden und freie Wochenenden pro Jahr

Das 4/4-Schichtmodell (4 on 4 off) ist ein Acht-Tage-Zyklus: vier 12-Stunden-Schichten, dann vier Tage frei, und wieder von vorn. Weil der Zyklus einen Tag länger ist als die Woche, beginnt jeder Block einen Wochentag später als der davor. Aus dem Start am Montag wird ein Start am Dienstag, dann am Mittwoch, und so geht das durchs ganze Jahr. Diese Verschiebung prägt alles andere an dem Modell.

Wir machen Lumical, eine App, die Dienstpläne in deinen Kalender scannt. Lies das also mit diesem Hinweis im Kopf. Alles Folgende ist Kalenderrechnung, die du in unserem kostenlosen Schichtplan-Visualizer nachprüfen kannst.

Die Verschiebung ist der eigentliche Vorteil

Ein Modell wie 2-2-3 dauert 14 Tage, geht glatt in Wochen auf und nagelt jede Schichtgruppe das ganze Jahr auf dieselben Wochentage fest: eine Gruppe bekommt 26 komplett freie Wochenenden, die nächste keins. Das 4/4-Modell kann sich nicht festfahren. Der Versatz von einem Tag schiebt deinen freien Block über acht Zyklen durch jede Position der Woche. Gute und schlechte Wochenenden verteilen sich dadurch auf alle Gruppen.

Wo sich Tag- und Nachtgruppen abwechseln, ist 4/4 ein vollkontinuierliches Schichtsystem, kurz Vollkonti: die Anlage läuft rund um die Uhr an sieben Tagen.

Die Zahlen für 2026, wobei ein komplett freies Wochenende heißt, dass keine Schicht Samstag oder Sonntag berührt:

  • In der Tagschicht landet jede Startposition zwischen 18 und 21 freien Wochenenden. Der Schnitt liegt bei 19,5.
  • In der Nachtschicht sind es 12 bis 14, im Schnitt 13. Nachts geht mehr verloren, weil eine Freitagnacht in den Samstagmorgen läuft und das Wochenende kippt. Mehr dazu in der Freitagnacht-Regel.

Keine Gruppe hat Glück, keine hat Pech. Zum Vergleich: ein Job von Montag bis Freitag behält alle 52 Wochenenden, und bei den starren Rotationen heißt die Antwort für immer 26 oder 0.

Jahresarbeitszeit: woher die 42 kommen

Vier 12-Stunden-Schichten pro 8 Tage sind 48 Stunden je Zyklus. Rechnest du das auf eine 7-Tage-Woche hoch, kommen 42 heraus. Deshalb steht im Vertrag beim 4/4-Modell meist eine 42-Stunden-Woche. Keine einzelne Woche hat wirklich 42 Stunden. In jede Kalenderwoche fallen drei oder vier deiner Schichten, du arbeitest also mal 36 und mal 48 Stunden. Nur der Schnitt ergibt 42.

Über die 365 Tage von 2026 bedeutet die Verschiebung:

  • 181 bis 184 Schichten je nach Startposition, im Schnitt 182,5
  • 2.172 bis 2.208 Stunden, im Schnitt 2.190

Wenn deine eigene Zählung und dein Vertrag um ein, zwei Schichten auseinandergehen: genau deshalb. Kein Kalenderjahr enthält eine ganze Zahl von Acht-Tage-Zyklen.

Wann ein Kalender mehr bringt als die Rechnung

Auswendig lernen musst du davon nichts. Der 4/4-Schichtkalender für 2026 legt das ganze Jahr für jede Startposition aus, und der Kalender für 2027 steht bereit, wenn dein Dienstplan umspringt. Der interaktive Visualizer stellt 4/4 außerdem Pitman, DuPont und den übrigen Modellen gegenüber, gemessen an komplett freien Wochenenden, und exportiert den Vergleich als PNG.

Wo eine App ihren Platz verdient

Fair ist fair: ein sauberes 4/4 läuft von allein, und ein Papier-Jahresplaner reicht, wenn du dich einmal hinsetzt und die Verschiebung einträgst. Schwierig wird die echte Variante: hier ein Tausch, da eine Überstunde, mittendrin ein Schulungstag, und alles kommt als abfotografiertes Raster. Lumical liest dieses Foto, versteht die Rotation und legt jede Schicht auf den richtigen Tag, Nachtschichten eingeschlossen. Du prüfst alles, bevor gespeichert wird.


Arbeitest du 4/4 nach einem gedruckten Dienstplan? Hol dir Lumical im App Store und bring den ganzen Monat mit einem Foto in deinen Kalender.